Eigentlich gibt es die Chorarbeit in unsere Gemeinde schon sehr lange, aber irgendwie war bisher niemandem eingefallen, dass sie auch zur Jugendarbeit der Katholischen Jugend Hochdahl gehört. Das hat nun ein Ende, und deshalb hier ein kurzer Rückblick.

Im September 1992 rühren wir – Gabriele Janich und Sabine Jachmann – die Werbetrommel, um kleine Sänger für einen neuen Chor zu finden. Zum ersten Treffen erscheint außer uns niemand, aber wir geben nicht auf. Nach und nach trauen sich zunächst nur kleine Mädchen donnerstags mit uns gemeinsam zu singen.

Im Januar 1993 gehören immerhin 7 Kinder zu unserem no-name-Chor und es wird Zeit, sich um einen passenden Namen zu kümmern. Mit großer Zustimmung der kleinen Sängerschar heißt der Chor von nun an „minicapella“. Mit jeder Familienmesse finden wir neue Kinder, die Spaß am Singen haben, so dass der kleine Chor schnell wächst und bald 15 Mitglieder hat.
Im Sommer 1993 trauen wir uns auf dem Pfarrfest beim „offenen Singen“ mitzumachen. Mit dem „Sitz-Boogie-Woogie“ bringen wir die ganze Kirche in Schwung, zum Lied der „Moorhexe“ haben wir sogar eine „echte“ Hexe mitgebracht, und mit dem „kleinen grünen Kaktus“, den die kleinen grün gekleideten Kinder flott vortragen, gelingt es und endlich, viele Kinder so zu begeistern, dass wir von nun an keine Nachwuchssorgen mehr haben. Direkt nach dem Pfarrfest wächst der Chor und zählt nun 23 Mitglieder!!!

So können wir zum ersten Mal Weihnachten 1993 auch ein Krippenspiel aufführen - „Der Stern von Bethlehem“ .Jedes Kind übernimmt eine Rolle, denn neben Maria und Josef werden natürlich auch die Könige, Hirten und viele Sterne gebraucht!

Alle Kinder haben sich mit viel Mühe auf diesen Tag vorbereitet. Sie haben ihre Texte und viele neue Lieder gelernt und schlüpfen mit großer Überzeugung in ihre Rollen. So werden die Sternschnuppe, der Engel, Maria und Josef, die Hirten, Könige und viele kleine Schafe in dieser Stunde der „offenen Kirche“ lebendig.

Auch 1994 lernen wir viele neue Lieder kennen, wir singen und spielen miteinander, wir feiern Karneval, bereiten Gottesdienste vor, studieren Tänze fürs Pfarrfest ein und spielen in einem Gottesdienst die Geschichte vom „Viertelland“ von Gina Ruck-Pauquet. Der Terminplan für das erste Halbjahr ist gut gefüllt und nach den Sommerferien beginnt schon wieder die Vorbereitung auf dieWeihnachtszeit! In diesem Jahr erzählen uns in dem Stück „Bethlehem ist überall“ Ochs und Esel die Weihnachtsgeschichte.

Irgendwie saust das Jahr 1995 besonders schnell an uns vorbei! Vor den Sommerferien feiern wir am 26.6.1995 eine sehr schöne besinnliche Familienmesse und schicken alle in den Urlaub mit dem Gedanken: „Nimm dir Zeit zu lesen, zu lachen und zu lieben, bis dein Horizont den Himmel berührt und die Seele zu träumen beginnt.“
Da viele neue und jüngere Kinder im Chor sind, überarbeite ich noch einmal das Krippenspiel vom letzten Jahr „Bethlehem ist überall“. Einige Rollen werden dazu gedichtet, Schäfchen mit Watteohren kommen zur Verstärkung hinzu, die Rollen werden neu verteilt, und schon kann die Arbeit los gehen!

Im Juni 1996 findet zum ersten Mal ein Kinderchortag für alle Chöre des Kreisdekanates in Mettmann statt – und wir sind natürlich dabei. 250 Kinder treffen sich, um einen ganzen Tag miteinander zu spielen, zu tanzen, zu basteln, zu klönen, zu essen und zum krönenden Abschluss einen Gottesdienst zu gestalten, in dem alle Kinder mitsingen. Es wird ein richtiges Fest für die Kinder! Wie jedes Jahr studieren wir für die „Offene Kirche“ am Heiligabend wieder ein tolles Stück ein. Diesmal macht sich die Schnecke „Sophie“ auf den weiten Weg nach Bethlehem.

5 Jahre minicapella - 1997 – ein kleines Jubiläum! Wir planen unsere erste Fahrt in die Jugendherberge nach Solingen-Gräfrath! Im Oktober fahren wir mit 28 Kindern und zwei Müttern los und erleben ein wunderschönes Wochenende. Es wird viel gesungen und gelacht, gespielt, gemalt, gebastelt, gewandert, und alle Kinder malen ihr ganz spezielles minicapella-Jubiläums-T-Shirt!
Ein offenes Singen im Herbst und natürlich ein Krippenspiel am Heiligabend runden unser Jubliäumsjahr ab.

Für das Pfarrfest 1998 haben wir einen ganz besonderen wirklich bunten Gottesdienst vorbereitet. Im Mittelpunkt steht die „Viertellandgeschichte“ von Gina Ruck-Pauquet, die wir mit fetzigen Liedern noch vervollständigt haben. So zog sich das Thema „Farbigkeit des Lebens“ durch den gesamten Gottesdienst. Die Gemeinde war total begeistert von unserer Viertellandgeschichte und es war sehr schön, den ganzen Tag lang Menschen zu begegnen, die sich morgens durch einen bunten Punkt hatten verändern lassen.
Nach den Sommerferien beginnt schon wieder die Planung für die „Offene Kirche“, denn was wäre das Chorleben ohne Krippenspiel?

Auch das Jahr 1999 bringt uns wieder einen großen Höhepunkt – einen Kinderchortag in unserer Heilig-Geist-Kirche! 360 Kinder aus 13 Chören und acht Städten kommen nach Hochdahl um in eine andere Welt abzutauchen. Der Innenhof wird zum Orient-Basar, alle Kinder und Chorleiter kommen orientalisch verkleidet. In den zahlreichen Workshops werden Duftöle hergestellt, Flaschengeister gebastelt, Tempelinstrumente gebaut, Bühnenbilder gemalt, biblische Geschichten in Szene gesetzt, Tanzszenen einstudiert, Kerzen gestaltet und erste Erfahrungen mit Bauchtanz gemacht. Im atmosphärisch gestalteten „Bazar“ sorgen die Frauen des „capella nova“-Chores für das leibliche Wohl der vielen kleinen und großen Gäste. Der Höhepunkt des Tages ist die Aufführung des Rockmusicals „Die Reise nach Jerusalem“. Wenn 360 kleine Kehlen ihre Stimme erheben und so viele Kinder gemeinsam ein Thema erarbeiten, dann läuft einem einfach ein Schauer über den Rücken.

Nach diesem tollen Ereignis naht mal wieder mit Riesenschritten das nächste Weihnachtsfest. Mit den Überlegungen, welches Krippenspiel wir in diesem Jahr spielen könnten, regt sich nicht nur in mir der Wunsch, das Konzept der „Offenen Kirche“ grundlegend zu verändern.
Aber damit nicht genug. Wir planen gleichzeitig auch eine ganz neue Form des Krippenspiels. Mit dem Weihnachtssingspiel „Eddi und die Weihnachtskugel“ verlagern wir das Weihnachtsgeschehen in die heutige Zeit, auf die Straße, zu dem Vagabunden Eddi, der mit frustrierten Kindern einen Weg findet Weihnachten zu feiern.
Gemeinsam mit ein paar minicapella-Müttern entsteht ein Entwurf, die Form der „Offenen Kirche“ zu verändern. Trotz umfangreicher inhaltlicher und organisatorischer Vorbereitung gibt es viel Unplanbares und von allen Seiten kommen Fragen auf uns zu, die wir vorher auch nicht mit Gewissheit beantworten können. Was ist, wenn sich zu wenige an den geplanten Aktionen beteiligen? Wird nicht alles zu laut? Klappt die zeitliche Absprache? Gibt es noch mehr Lärmen und Drängen als in den vergangenen Jahren? Nein - keine dieser Befürchtungen tritt ein. In ruhiger, entspannter Atmosphäre wird gebastelt, gemalt, gesungen, erzählt und getanzt. Und durch das gemeinsame Singen in der Kirche entsteht eine Gemeinschaft, die für alle spürbar wird. Beim abschließenden Weihnachtsspiel „Eddi und die Weihnachtskugel“ singen alle begeistert die fetzigen Lieder mit, und noch lange erinnert der kleine geschmückte Baum in der Heilig-Geist-Kirche mit seiner dicken roten Kugel an diesen eindrucksvollen Nachmittag.

Natürlich bringt auch das Jahr 2000 Höhepunkte! Gemeinsam mit einem Kinderchor aus Ratingen, wollen wir das Musical „Die Reise nach Jerusalem“ bei den Pfarrfesten der beiden Gemeinden aufführen. Nachdem wir dieses Musical im Rahmen eines Kinderchortages bereits erlebt haben, möchten wir es nun auch unserer Gemeinde vorstellen – und es wird ein voller Erfolg. Die Kirche ist bis auf den letzten Platz besetzt, und alle Zuschauer singen zu den fetzigen Rhythmen kräftig mit.
Foto vom Pfarrfest – Chorgeschichte

In diesem Jahr bereiten wir nicht nur das Weihnachtssingspiel vor, sondern beziehen die ganze Adventszeit mit ein. Unter dem Thema „Advent - auf dem Weg zur Krippe“ wird jeweils ein Familiengottesdienst an den Adventssonntagen vorbereitet, der vor allem für die Kinder einen Schwerpunkt enthält. Es soll für alle spürbar werden, wie wir uns im Advent auf den langen Weg machen, um Weihnachten die Krippe zu erreichen. Mit Hilfe von Symbolen und Liedern, die uns durch diese Zeit begleiten, sind wir am 24.12. hoffentlich am Ende dieses Weges angekommen und spielen in der „Offenen Weihnachtskirche“, die Geschichte „Kinder aus aller Welt kommen zur Krippe“. Die minicapella-Kinder erscheinen international kostümiert und bringen nicht nur ein landestypisches Geschenk zur Krippe – nein – mit viel Mühe haben wir viele Lieder in der entsprechenden Landessprache eingeübt – und es ist gar nicht so einfach schwedisch, polnisch, afrikanisch, französisch und ich weiß nicht was sonst noch zu singen mit Kindern, die gerade erst lernen, die deutsche Sprache zu lesen!

Und nun beginnt eigentlich die Geschichte der capella jeunesse!
Mit Beginn des Jahres 2001 gibt es eine große Veränderung in unserer Chorgeschichte. Auf Wunsch der „Großen“ entschließen wir uns, die minicapella in zwei Gruppen aufzuteilen. 28 Kindern im Alter von 6-14 Jahren gerecht zu werden ist fast unmöglich. Die „Großen“ fühlen sich unterfordert und für die Kindermessen zu alt, und die „Kleinen“ sind wiederum mit den anspruchsvolleren Texten und Rhythmen der neuen geistlichen Lieder überfordert. In der minicapella singen von nun an die Kinder des 1. – 4. Schuljahres, und für die „Großen“ ab 5. Schuljahr suchen wir noch nach einem Chornamen.
Trotz dieser Aufteilung planen wir natürlich auch noch gemeinsame Aktivitäten für dieses Jahr, denn wir wollen wie jedes Jahr wieder Karneval feiern, in die Jugendherberge fahren und natürlich wieder ein Krippenspiel vorbereiten.

Im September fahren wir ein Wochenende lang in die Jugendherberge nach Brüggen, wo wir wieder sehr viel Spaß miteinander haben. Nach einer Hausralley kennen wir unsere Unterkunft in- und auswendig. Wir lernen viele tolle Lieder kennen, die bei jeder Mahlzeit zum Ohrwurm werden, wir genießen die herrliche Umgebung und wir batiken T-Shirts in den Farben des Regenbogens.

Die „Offene Weihnachtskirche“ wird mit Hilfe einiger Mütter wieder sehr aufwendig geplant und vorbereitet und nach langem Suchen finden wir endlich ein geeignetes Stück für Heiligabend. Im Weihnachtsmusical „Am Himmel geht ein Fenster auf“ wird die Geschichte von Maria und Josef und der Geburt Jesu sehr anschaulich in die heutige Zeit übertragen. Die Einstudierung der fetzigen Lieder macht den Kindern sehr viel Spaß und es gibt viele Rollen, die alle Kinder gerne spielen möchten.

2002 ist ein richtiges Jubiläums-Jahr: die „minicapella“ und die „capella nova“ werden im September 10 Jahre alt. Da wird es höchste Zeit, dass die Gruppe der „Großen“, die nun schon 1 Jahr besteht, endlich einen Namen bekommt.
Die Mädchen suchen nach einem Namen, der noch daran erinnert, dass sie aus der minicapella hervorgegangen sind, der aber auch aussagt, dass sich die Gruppe inzwischen zu einem tollen Jugendchor gemausert hat – uns so entsteht der Name „capella jeunesse“!
Im März singt die capella jeunesse zum ersten Mal allein im Abengottesdienst in der St. Franziskus-Kirche. Unterstützt von Querflöte, Gitarre, Keyboard und Schlagzeug schaffen wir es, die Gemeindemitglieder mit unseren Liedern anzustecken, so dass alle begeistert mitsingen.
Im Juli unternehmen beide Chorgruppen eine Reise ins Altertum, denn mit insgesamt 300 Kindern erleben wir in Langenfeld den dritten Kinderchortag mit dem Thema „David wird König von Israel“ . Jeder Chor kann dabei eine Szene aus dem Musical „Ich will das Morgenrot wecken – David wird König“ übernehmen, das den krönenden Abschluss dieses wunderbaren Tages bildet. Das hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir davon träumen eines Tages selber so ein Musical in unserer Kirche auf die Beine zu stellen!

Was wäre ein Jubiläumsjahr ohne Chorfahrt? Im September fahren wir noch einmal alle zusammen in die Jugendherberge nach Brüggen, wo die Lachmuskeln wieder heftig strapaziert werden. Neben vielen Aktivitäten führt uns eine Super-Ralley durchs Gelände, wir feiern einen sehr besinnlichen Wortgottesdienst und es entstehen natürlich wieder wunderschöne T-Shirts.
Fotos von T-Shirts einfügen – Chorgeschichte

10 Jahre minicapella – 10 Jahr capella nova – 1 Jahr capella jeunesse
Am 29.September 2002 feiern drei Chöre in der Heilig-Geist-Kirche Geburtstag unter dem Thema: „Sei du bei uns in unserer Mitte“. Der Gottesdienst wird zu einer wirklichen Feier, wenn die drei Chöre mit insgesamt 26 Kindern und Jugendlichen und 40 Erwachsenen begleitet von Schlagzeug, Querflöte, E-Piano und Orgel ihre Stimmen erheben und die voll besetzte Kirche zum Mitsingen anregen.
Und wie es zu einem richtigen Geburtstag gehört laden die Chöre anschließend zu einem Frühschoppen in den Innenhof ein. Unzählige Menschen versammeln sich unter strahlend blauem Himmel und feiern lange und ausgiebig ein fröhliches Fest.

Für die „Offene Weihnachtskirche“ studieren beide Chöre gemeinsam ein zeitkritische Weihnachtsspiel ein – „Bethlehem ist überall“.
Die Gefühle - Optimisten und Pessimisten - nehmen in diesem Stück Gestalt an und betrachten sehr kritisch das hektische Advents- und Weihnachtsgeschehen. Die Kinder und Jugendlichen bereiten mit viel Engagement dieses Stück vor, und es ist eine echte Herausforderung für sie, sich so offen mit dem allgemeinen „Weihnachtsgetue“ auseinander zu setzen.
Leider ist das Stück aber viel zu anspruchsvoll für das „Publikum“ der Weihnachtskirche. Es ist laut und unruhig während der Aufführung, und die beiden Chorgruppen sind über das Desinteresse der Zuhörer sehr enttäuscht.
So steht bereits an diesem Abend fest, dass wir uns im nächsten Jahr nicht mehr in dieser Form an der Offenen Kirche beteiligen wollen.

Da ich nach einem Krankenhausaufenthalt für längere Zeit ausfalle, gibt es für das Chorjahr 2003 weniger zu berichten.
Gemeinsam mit Herrn Dafeld am Schlagzeug, Herrn Janich am Klavier, Martin mit der Gitarre und Feli mit der Querflöte startet die capella jeunesse ihre ersten Gehversuche mit neuen geistlichen Liedern – auch zweistimmig!!! – in den Abendmessen in St. Franziskus und in der Heilig-Geist-Kirche und erlebt eine begeisterte mitsingende Gemeinde. Das beflügelt und bestärkt die Mädchen dabei zu bleiben - besonders wenn sogar Gottesdienstbesucher sich mit einem Danke-Schreiben persönlich an den Chor wenden.

Nach den Sommerferien können eigentlich die Kinder, die zum 5. Schuljahr die Schule wechseln auch von der minicapella zur capella jeunesse wechseln. Das ist aber in diesem Jahr aus verschiedenen Gründen sehr ungünstig. Deshalb bitten wir die „Großen“ der minicapella noch ein Jahr treu zu bleiben und planen mit ihnen einen tollen Ausflug und andere Aktivitäten. Außerdem planen wir ja auch wieder ein gemeinsames Weihnachtsstück.
In der Familienmesse am 2. Weihnachtstag spielen wir „die unglaubliche Weihnachtsgeschichte“. Und es wird wirklich eine unglaubliche Geschichte, in der Maike die Rolle der Chorleiterin perfekt übernimmt, Feli rasch für den erkrankten Josef einspringt und Jan als Wirt für sehr viel Aufregung sorgt.

„Ich will das Morgenrot wecken – David wird König“
Am 18. Juli 2004 erfüllen wir uns endlich einen lang gehegten Wunsch – wir führen ein biblisches Singspiel in der Heilig-Geist-Kirche auf!!!
Wochenlang bereiten die Kinder und Jugendlichen der beiden Chöre „minicapella“ und „capella jeunesse“ ein biblisches Musical vor. Mit flotten Dialogen und anspruchsvollen Liedern – begleitet von Klarinette, Geige und Klavier – erzählen wir die Geschichte des kleinen Hirtenjungen David, der auf ungewöhnliche Weise in den Dienst des verrückt gewordenen König Sauls kommt, mit einem Trick den Riesen Goliath besiegt und später selbst zum König ernannt wird.
Mit Hilfe von Florian und Feli werden Bühnenbilder gemalt, Kulissen gebastelt, Kostüme entworfen. In etlichen Zusatzproben werden die schwierigen Solopartien einstudiert und das Drehbuch in Szene gesetzt. Es ist unglaublich viel Arbeit, aber es macht unendlich viel Spaß.
Am Aufführungstag ist die Kirche kaum wieder zu erkennen. Man fühlt sich, als wäre man wirklich auf einem orientalischen Marktplatz und so schreibt der Kritiker m nächsten Tag zurecht: „Alle der über 20 Darsteller trugen dazu bei, dass die 300 Zuschauer restlos begeistert waren“.
Viele Fotos und einen ausführlichen Bericht findest Du hier.

Und so ganz nebenbei singen wir an diesem Wochenende auch noch gemeinsamen mit der capella nova im Abendgottesdienst, in dem wir zum ersten Mal mehrstimmig „Look at the world“ von John Rutter singen.

Nach den Sommerferien 2004 gibt es einen entscheidenden Neubeginn, denn aus verschiedenen Gründen trennen wir die bisherige Zusammenarbeit der beiden Chorleiterinnen und strukturieren die Chorgruppen neu. Unsere Idee, die beiden Chorgruppen altersmäßig an Schuljahren festzulegen, hat sich in den letzten Jahren als sehr ungünstig erwiesen. So würden in diesem Jahr zwölf Kinder aufgrund des Schulwechsels zur „capella jeunesse“ hinzukommen. Die „minicapella“ würde zu einem nicht mehr singfähigen Grüppchen schrumpfen, und die inzwischen freundschaftlich gewachsene kleine Gruppe der „capella jeunesse“ wäre mit einem so hohen Zuwachs auf einen Schlag auch überfordert.
Deshalb gibt es folgende Änderung:
Die „minicapella“ , die Chorgruppe für 6 bis11- Jährige, arbeitet von nun an mit Sabine Jachmann donnerstags von 15.30 – 16.30 Uhr.
Die „capella jeunesse“, die Chorgruppe für alle, die bis Ende 2004 das 12. Lebensjahr beginnen singt unter der Leitung von Gabriele Janich donnerstags von 16.45 – 18.00 Uhr. Mit dieser Regelung sind es ab 2005 im Laufe des Jahres immer Einzelne, die von der einen zur anderen Chorgruppe wechseln, so dass beide Chöre besser planen und arbeiten können.

Durch den Zuwachs ist die capella jeunesse seit September 2004 kein reiner Mädchenchor mehr, sondern wird von 3 Jungen tatkräftig unterstützt. 11 Mädchen und 3 Jungen treffen sich nun jeden Donnerstag und es macht unwahrscheinlich viel Spaß mit ihnen zu singen.
Am 2. Advent singen wir einen besinnlichen Abendgottesdienst in der Franziskus-Kirche und kurz vor Weihnachten versammeln wir uns im Hospiz, um den Bewohnern und Mitarbeitern mit unserem Gesang eine Freude zu bereiten; und im Angesicht der kranken Menschen werden dem jungen Chor die Texte unserer Lieder zum ersten Mal richtig bewusst – eine schmerzliche aber sehr wichtige Erfahrung.

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