Mob
Cologne - Verrückte Kirche im öffentlichen Raum Am
02. Oktober 2004 trafen sich 18 mehr oder weniger Weltjugendtagsbegeisterte
Jugendliche aus Hochdahl, Hilden und Schiefbahn am Hochdahler Bahnhof
um gemeinsam als große Truppe nach Köln zum Mob-Cologne
zu fahren. Zu diesem Ereignis hatte der BDKJ eingeladen und rund
700 Jugendliche hatten zugesagt. Pünktlich
in Köln eingetroffen, wanderten wir erst einmal zur Domplatte,
wo wir auf die erste SMS warteten, die uns den Start des Mobs mitteilen
sollte. Hier eine kurze Erklärung zum Thema Mob: zwei aus
unserer Gruppe hatten ihre Handynummer an den BDKJ gemeldet und sollten
im Laufe des Tages verschiedene SMS mit den Aufgaben, die es zu erfüllen
galt, bekommen. Unserer
erste Aufgabe lautete „Begebt Euch zu WOM bei Karstadt und
verteilt Euch unter die Einkäufer – Erkennungsmerkmal:
hochgekrempelter linker Ärmel“. Gesagt getan, fanden wir
uns kurze Zeit später in besagter CD-Abteilung wieder und verbrachten
die Zeit bis zur nächsten SMS mit Diskussionen über die
besten Benjamin Blümchen-Folgen.
Als die nächste SMS eintrudelte, merkte man erstmal wie viele Jugendliche
sich bei WOM versammelt hatten, denn es piepte aus allen Ecken. Und plötzlich
begannen alle – nur durch ein paar Buchstaben auf einem Handydisplay
ermutigt – „Großer Gott wir loben Dich“ zu singen.
Ein sehr ungewohntes aber tolles Erlebnis. Es ist wohl nicht schwer sich die
dummen Gesichter der Verkäufer und anderen anwesenden Kunden, vorzustellen. Als
nächste Aufgabe wartete dann ein Treffen auf einer Verkehrsinsel
an den WDR-Arkaden auf uns: dort sollten wir auf SMS-Befehl allen
Entgegenkommenden die Hand reichen und uns bei Grünphasen der
Ampel fröhlich zuwinken. Wahnsinn, wenn 100 Leute sich winkend
und jubelnd an einer Hauptverkehrsstrasse gegenüberstehen. Nach
einer kurzen Pause, die wir bei MC Donalds, in einem Cafe oder im
WDR-Shop mit Puzzeln verbrachten, wurden wir zum Neumarkt gelotst – wir
haben es auch fast direkt gefunden – und sollten dort 2 Minuten
lang im U-Bahntunnel unsere Lieblings-Bibelstelle laut lesen. Der
Wahnsinn war: es waren inzwischen fast 200 Jugendliche zusammengekommen
was das ganze zu einem ziemlichen Getöse werden ließ.
Da blieb es nicht aus, dass der ein oder andere Fahrgast oder Pizzabäcker
mehr als verdutzt dreinschaute. Nachdem
ein paar von uns noch eine kleine Zusatzvorstellung im Bibellesen
gegeben hatten, begaben wir uns – nach Anweisung – zum
alten Rathaus, wo wir testen konnten – natürlich eigentlich
nicht sollten – was Helium mit der menschlichen Stimme so alles
anstellt. Eigentlich waren die Ballons die wir in die Hand gedrückt
bekamen für unsere Postkarten mit „Gedanken und Wünschen
zum Weltjugendtag“ gedacht. Aber der ein oder andere Luftballon
wurde eher eingeatmet. Auf
ein weiteres Signal per SMS hin begaben wir uns – jeder mit
einem Luftballon in der Hand - zum Vorplatz von „Groß St.
Martin", wo sich alle teilnehmenden Jugendlichen aus allen Himmelsrichtungen
trafen. Und dann fingen plötzlich alle – wie von Geisterhand
geführt - an, den Countdown zu zählen und 700 Luftballons
stiegen zeitgleich in den Kölner Himmel – ein tolles Bild
und eine super Atmosphäre. Jetzt
hatten wir uns eine Messe verdient – wie die letzte SMS so
schön hieß - und alle begaben sich nach „Groß St.
Martin".
Die
darauf folgende Messe war für uns leider der totale Reinfall,
da wir im Seitenschiff Platz genommen hatten und durch die schlechte
Beschallung und den heftigen Nachhall in dieser Kirche nicht ein einziges
Wort der ganzen Messe verstanden haben – schade. Um
so besser war dann die Party im Anschluss an die Messe. Alle Teilnehmer
begaben sich in die Kölner Börse, wo Pizza, Baguettes und
Nudeln auf uns warteten. Dazu gab es kostenlos Kölsch und allerlei
nichtalkoholische Getränke. Also genau das richtige nach einem
anstrengenden Mob 
Den Rest des Abends verbrachten wir zusammen mit „DJ Katholic“,
wie wir ihn getauft hatten, der zwar nur sehr wenige unserer Musikwünsche
erfüllen konnte, aber trotzdem super Musik auflegte. So blieb es nicht
aus, dass die Stimmung immer besser wurde, und innerhalb kurzer Zeit der ganze
Saal tobte.
Doch leider ging auch dieser grandiose Abend zu schnell zu Ende, da wir den
letzten Zug nach Gruiten erwischen mussten. Aber zum Glück können
wir unsere Gute Laune auch in einem Zugwaggon ausleben und so hatten wir eine
nicht gerade leise Rückfahrt. Dieser
tolle Tag wird sicherlich allen noch lange in Erinnerung bleiben.
Eine so tolle Truppe, viele neue Erfahrungen und ein absolut super
Partyabend als Abschluss – das können wir gerne wiederholen! flj
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